Steigende Netzentgelte als Belastung für alle Beteiligten
Ein Gasnetz zu bauen und es langfristig zu betreiben ist kostenintensiv. Wenn immer mehr Menschen auf eine andere Heizlösung umsteigen, benötigen immer weniger Menschen noch den Gasanschluss, und damit wird es für die Netzbetreiber weniger lukrativ. Um die Lücke zu schließen, müssen sie wohl oder übel die Netzentgelte für die übrig gebliebenen Gaskund*innen erhöhen. Ein Teufelskreis beginnt.
Der CO2-Preis belastet Gaskund*innen zusätzlich
Neben den steigenden Netzentgelten und der Gefahr einer mittelfristigen Stilllegung des Gasnetzes müssen Verbraucher*innen obendrein den CO2-Preis bezahlen. Für 2025 sind 55 Euro pro Tonne vorgesehen, für 2026 wird eine Spanne von 50 bis 65 Euro erwartet. Ab 2027 gilt europaweit derjenige CO2-Preis, der sich frei am Markt bildet. Die Höhe ist also jetzt noch nicht absehbar.
Auch wer Biogas nutzen möchte, ist indirekt betroffen
Die oben genannten Punkte betreffen auf den ersten Blick nur Menschen, die mit reinem Erdgas heizen (und kochen). Beim genauen Hinsehen stimmt diese Annahme nicht. Schließlich wird von vielen Seiten die Mär erzählt, dass man heute ruhig eine Gasheizung kaufen und in absehbarer Zeit klimaneutral mit Biogas, Biomethan oder Wasserstoff heizen kann.
Mit Blick auf die oben genannten Punkte (nur 220 Anlagen zur Biomethanproduktion, kaum nennenswerte Anzahl an Wärmeanschlüssen etc.) raten viele Expert*innen und Wissenschaftler*innen davon ab, jetzt noch eine Gasheizung einbauen zu lassen.