Wärmepumpe im unsanierten Altbau: Interesse, YouTube & Wartezeit führen zum Erfolg

02.04.2026 Lesedauer: min Minh Duc Nguyen

Klaus M. steht vor seiner neuen Wärmepumpe

Klaus ist Ingenieur für Elektrotechnik und möchte einen Beitrag zur Energiewende leisten. Dass der Umstieg von einer Gasheizung auf eine Wärmepumpe so zeitintensiv war, störte ihn nicht sonderlich. Er nutzte die Zeit, um in die neue Technik einzutauchen, den bisherigen Energieverbrauch zu analysieren, den zu erwartenden zu simulieren und war bei den ersten Gesprächen mit Heizungsfachbetrieben bestens vorbereitet. Was er dabei gelernt hat, welche Tipps er mitgeben möchte und wie viel Geld er bis jetzt eingespart hat, verrät Klaus im folgenden Bericht.

„Meine Frau und ich sind zutiefst davon überzeugt, dass die Menschheit aus den fossilen Energien aussteigen muss, um die Klimaveränderung zu begrenzen und unsere Lebensgrundlage zu erhalten. Wir wollen mit unseren Investitionen dazu beitragen.“ – Klaus M.

Warum hast du dich für den Einbau einer Wärmepumpe entschieden?

Wir bewohnen seit fast 30 Jahren unseren Neubau eines frei stehenden Einfamilienhauses aus dem Jahr 1995. Die Gasheizung im März 2024 durch eine Wärmepumpe zu ersetzen war der dritte und letzte Schritt der technischen Modernisierung. Begonnen haben wir 2020/22 mit der Installation einer PV-Anlage mit insgesamt 15,4 kWp und einer Wallbox nebst dem Kauf eines Elektroautos. 

Wir sind zutiefst davon überzeugt, dass die Menschheit aus den fossilen Energien aussteigen muss, um die Klimaveränderung zu begrenzen und unsere Lebensgrundlage zu erhalten. Wir wollen mit unseren Investitionen dazu beitragen, dass die CO2-Emissionen sinken.

Die wichtigsten Fakten

  • Haus Baujahr 1995, unsaniert
  • Wärmepumpe beerbt Gasheizung
  • Zuvor schon PV-Anlage + Wallbox + E-Auto vorhanden
  • AZ nach 10 Monaten = 4,3

Was hat gut funktioniert – und was nicht?

Ich konnte sehr viele Informationen zur Wärmepumpentechnik im Internet finden. Ganz besonders hilfreich waren YouTube-Videos von ambitionierten Anwendern, die regelmäßig über ihre Wärmepumpen, den Stromverbrauch, die Effizienzwerte und über Strategien für die Einstellung der Wärmepumpe etc. berichteten. Dazu habe ich seit einigen Jahren den Gasverbrauch monatlich protokolliert. Ich kann so das Jahr über meinen Energieverbrauch für die Heizung und Warmwasser ganz genau erfassen und einen Durchschnitt bilden. Des Weiteren habe ich in der Heizperiode die Vorlauftemperatur der Gasheizung schrittweise abgesenkt. So konnte ich die minimale Vorlauftemperatur ermitteln, bei der unser Haus gerade noch warm wurde. Ich konnte auch die Zimmer herausfinden, die mit zu schwachen Heizkörpern ausgestattet waren. Das alles hat mir Sicherheit gegeben, dass in unserem unsanierten Altbau eine Wärmepumpe mit der richtigen Größe sicher funktionieren wird. 

Mit dem Wissen war ich sehr gut gerüstet, um die Gespräche mit Heizungs- und Sanitärunternehmen zu führen. Ich habe vier Unternehmen um die Abgabe eines Angebots gebeten und habe auch vier qualifizierte Angebote bekommen. 

Was ich nicht so toll fand, war, dass die Betriebe, die ich kontaktiert habe, nicht von sich aus die notwendigen Berechnungen gemacht haben, um die passende Wärmepumpe zu finden. Es war die Tendenz zu erkennen, dass noch immer die Neigung bestand, den Wärmeerzeuger zu groß zu dimensionieren. Das kann man bei Gas- und Ölheizungen problemlos machen, aber eine zu große Wärmepumpe arbeitet über lange Strecken unwirtschaftlich, weil sie takten muss, also ständig an und ausgeht. Ich denke, man wollte sichergehen, dass die maximale Leistung auch sicher für die kältesten Temperaturen ausreicht. So habe ich unwissend im Februar 2023 den Bau einer zu großen Wärmepumpe beauftragt.

Was war sonst noch gut – oder schlecht?

Im Jahr 2023 wollten viele Menschen eine Wärmepumpe einbauen und die Industrie konnte den Bedarf nicht decken ... zum Glück! In der Wartezeit habe ich mich weiter intensiv mit der Funktion der Wärmepumpe beschäftigt und weitere YouTube-Kanäle besucht. Mir wurde sehr schnell klar, dass eine zu große Wärmepumpe sehr ungünstig ist, weil sie die Leistung nicht so weit reduzieren kann, wie das für unser Haus an den wärmeren Tagen der Heizperiode sinnvoll wäre. Nun begann der ungemütliche Teil des Projektes. Ich musste die Firma davon überzeugen, dass die beauftragte Wärmepumpe zu groß für unser Haus ist. Wir haben uns darauf geeinigt, dass die Firma eine Wärmebedarfsrechnung für das Haus und für jedes Zimmer erstellt. Das Ergebnis der Wärmebedarfsrechnung: Die kleine Wärmepumpe ist ausreichend für unser Haus. Die Firma hat den Auftrag an den Hersteller noch mal umgemodelt.

Was sehr gut gelaufen ist, war er Einbau der Wärmepumpe: Es wurden zwei ganze Wochen für die Realisierung angesetzt und auch genau eingehalten. Es waren ständig zwei bis vier fähige und nette Handwerker im gesamten Haus und außen beschäftigt. Alles hat super geklappt. Es wurde in jedem Zimmer gearbeitet, die Ventile an den Heizkörpern mussten getauscht werden für den hydraulischen Abgleich (ganz wichtig und Voraussetzung für die Förderung!). Ich habe die Chance genutzt und Wärmeisolationsfolien in den Heizkörpernischen angebracht, was die Wärmestrahlungsverluste nach außen optimieren soll.

Was hat dich verunsichert oder sogar frustriert?

Ich hatte die Idee, dass ich die Leistung der Wärmepumpe so steuere, dass die Nutzung meines eigenen PV-Stroms maximiert wird. Wenn ich PV-Strom im Überschuss habe, dann sollte die Wärmepumpe zusätzlich Wärme produzieren und im Pufferspeicher speichern. Die Steuerung funktioniert im Grundsatz auch so, die Steuerung der WP kommuniziert mit dem Energiemanagementsystem meiner PV-Anlage über das standardisierte Protokoll EEBUS. Aber ich bin mit dem Ergebnis unzufrieden. Die Wärmepumpe fährt ständig mit der Leistung rauf und geht dann wieder aus, was nicht optimal ist. Ich habe die PV-geführte Steuerung der WP wieder deaktiviert. Ich finde es besser, wenn die Wärmepumpe möglichst konstant außentemperaturgeführt durchläuft. Besser wäre ein Akku im Haus, der über die PV-Anlage bei Überschuss oder mit variablen Stromtarifen zu günstigen Zeiten geladen wird und die Wärmepumpe teilweise betreibt, wenn die PV-Anlage keinen Strom liefert. Mein nächstes Projekt wird die Beschaffung eines Akkus sein.

Hast du Expert*innen befragt?

Ich habe mich umfassend informiert, bevor ich mich mit den Heizungs- und Sanitärfirmen auseinandergesetzt habe. Sehr hilfreich waren letztendlich YouTuber, die über die praktischen Erfahrungen mit Wärmepumpen, aber auch mit PV-Anlagen und Wallboxen berichteten. Ich habe einen Kanal abonniert, in dem die gleiche Wärmepumpe und die gleiche PV-Technik wie ich sie habe, thematisiert werden. Da habe ich viel gelernt. Hier habe ich den entscheidenden Impuls bekommen, dass ich eine zu große Wärmepumpe beauftragt habe.

Hast du dich mit anderen Hausbesitzer*innen ausgetauscht?

Ja, das habe ich in meiner Nachbarschaft, aber vorwiegend über PV-Anlagen. Aktuell unterstütze ich eine Nachbarin in der Angebotsphase einer Wärmepumpe. Ansonsten bin ich in der Hauseigentümer-Community VierWende aktiv. Hier beantworte ich gerne technische Fragen, die im Forum gestellt werden. Des Weiteren habe ich im Internet schon Vorträge über meine Erfahrungen mit der Energiewende gehalten.

Seitenansicht einer Wärmepumpe im Freien, die an einem sonnigen Tag an der Ziegelmauer eines Hauses hängt.

Reicht eine Leistung von 1,8 – 4,5 kW für ein Einfamilienhaus?

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Wie zufrieden bist du mit deiner Entscheidung?

Ich bin sehr zufrieden mit der neuen Heizung. Ich bin hinsichtlich der über das Jahr erzielten Effizienz sehr positiv überrascht. Ich war in meiner Modellierung und Kalkulation der Wirtschaftlichkeit der Wärmepumpe deutlich pessimistischer und sehe jetzt die besseren Verbrauchswerte und die Wirtschaftlichkeit in Betrieb. Ganz konkret habe ich in den Monaten April 2024 – Januar 2025 12.261 kWh Wärme für Heizung und Warmwasser erzeugt und dabei 2.880 kWh Strom verbraucht. Die 10-Monats-Arbeitszahl liegt damit bei 4,3. Ich habe somit im Durchschnitt mit 1 kWh Strom 4,3 kWh Wärme produziert. Der PV-Anteil am Betriebsstrom war über die 10 Monate 930 kWh. Das entspricht einem PV-Anteil von 32 Prozent.

Ich habe für die 10 Monate Wärmeproduktionmit der Wärmepumpe für Strom gezahlt: 
2.880 kWh x (0,68 x 0,30 + 0,32 x 0,0824) €/kWh = 664 €

Hätte ich dieselbe Wärmemenge mit einer modernen Gastherme erzeugt (bei ca. 5 % Prozent Wärmeverlust über die Abgase und Brenner), dann hätte ich beim aktuellen Preisniveau in Höhe von 11,07 Cent/kWh und 11,49 €/Monat Grundpreis gezahlt:
12.261 kWh x 1,05 x 0,1107 €/kWh + 10 x 11,49 € = 1.540 € 

Da ich jetzt keinen Gasanschluss mehr habe, entfällt auch der Grundpreis in Höhe von 11,49€/Monat. Die Einsparungen in den ersten 10 Monaten durch die Wärmepumpe mit PV-Unterstützung betragen somit 876 €. Die jährlichen Einsparungen werden aufgrund der steigenden CO2-Abgabe in den nächsten Jahren voraussichtlich größer.

Was empfiehlst du anderen Hausbesitzer*innen?

Auf keinen Fall von den vielen negativen Nachrichten beeinflussen lassen, dass Wärmepumpen nicht funktionieren und zu teuer sind! Es gibt viele gut dokumentierte Beispiele im Internet, die beweisen, dass Wärmepumpen auch in einem unsanierten Altbau mittleren Alters funktionieren und wirtschaftlich sind. Sie müssen nur gut dimensioniert und eingestellt sein.

Lassen Sie sich mehrere Angebote machen!

Bestehen Sie auf die Erstellung einer Wärmebedarfsrechnung als Grundlage für die Dimensionierung der Wärmepumpe und darauf aufbauend auf eine zimmerweise Heizlastberechnung als Grundlage für die Auslegung der Heizkörper. Ohne eine solche Berechnung ist die richtige Dimensionierung einer Wärmepumpe und der passenden Heizkörper nicht möglich. Die installierten Heizkörper in einem Altbau sind oft zu klein für einen wirtschaftlichen Betrieb einer Wärmepumpe bei möglichst niedriger Vorlauftemperatur.

Update 2026 nach 2 Jahren Wärmepumpe

Im März 2024 wurde meine Wärmepumpe nach zwei Wochen Installationszeit in Betrieb genommen. Mit dem Einbau der Wärmepumpe wurden auch 7 der 14 Heizkörper im Haus gegen größere leistungsfähigere Heizkörper getauscht. Ich stelle fest, dass ich mich in den letzten Monaten nicht mehr viel mit der Optimierung des Betriebs beschäftige, weil die Wärmepumpe mittlerweile sehr gut läuft und kaum noch optimiert werden kann. Das ist jetzt ein guter Zeitpunkt, meine Erfahrungen Revue passieren zu lassen und zusammenzufassen, die ich in zwei Jahren Betrieb gesammelt habe.

Blick in einen modernen Heizungskeller mit Wärmepumpe und Pufferspeicher

3 Tipps von Klaus zur Optimierung der Wärmepumpe

1. Optimierung der Betriebs-Effizienz der Wärmepumpe

Ich habe einige Effizienz-Strategien für den Betrieb der Wärmepumpe ausprobiert. Meine Erkenntnis ist, dass es keine Strategie gibt, die gleichermaßen in den wärmeren Monaten der Heizperiode und in den kalten Monaten (Mitte November bis Mitte Februar) gleich gut funktionieren. 

In den kalten Monaten hat sich bewährt, die Wärmepumpe 24 Stunden am Tag ohne Nachtabsenkung zu betreiben und gleichzeitig die Vorlauftemperatur so niedrig wie möglich einzustellen. So ist die Effizienz maximal und das Takten der WP minimal (An- und Ausschalten der WP). In der Literatur findet man die Information, dass man bei Absenkung der Vorlauftemperatur um einen Grad etwa 2,5 % an Effizienz gewinnt. Dabei habe ich im Haus alle Heizkörperthermostate voll auf Stufe 5 aufgedreht, um einen maximalen Volumenstrom durch den Heizkreis im Haus zu ermöglichen. Die Nutzung aller zur Verfügung stehender Konvektionsflächen ermöglicht die größtmögliche Absenkung der Vorlauftemperatur. Auch die Wärme in ungenutzten Räumen verteilt sich größtenteils im ganzen Haus und heizt die bewohnten Räume mit auf.

In den wärmeren Monaten der Heizperiode, wenn es in der Nacht nicht mehr so kalt ist und das Haus nicht mehr so schnell abkühlt, hat sich bewährt, die Wärmepumpe in der Nacht einige Stunden abzuschalten und erst in den frühen Morgenstunden wieder anzuschalten, dann aber mit einer höheren Vorlauftemperatur. Dadurch wird die Anzahl der Takte minimiert, was die Lebensdauer der Wärmepumpe und auch die Effizienz erhöht. Bei mir kommt zudem dazu, dass der PV-Stromanteil steigt, wenn ich die Betriebsstunden bei Nacht reduziere und dafür mehr bei Tageslicht mit günstigem PV-Strom heize. In den Süd-West ausgerichteten Räumen habe ich die Heizkörperthermostate in dieser Heizphase auf 21 Grad eingestellt. In den wärmeren Monaten hat die Sonne schon einige Kraft und heizt die Räume zusätzlich auf.

2. Optimierung des hydraulischen Abgleichs im Haus

Die Voraussetzung für eine gut dimensionierte Wärmepumpe ist die Erstellung einer raumweisen Wärmebedarfsrechnung, bevor ein Angebot von einem heizungs- und sanitär Fachbetrieb für den Einbau einer Wärmepumpe erstellt werden kann. Auf Basis dieser Berechnung wird die für das Haus passende Wärmepumpe festgelegt und die Größe der erforderlichen Heizkörper für jeden Raum bei einer möglichst niedrigen Vorlauftemperatur bei Normaußentemperatur (bei uns -9,3 Grad). 

Detailaufnahme eines Heizkörperventils

Teil der Installation ist der hydraulische Abgleich für jeden Heizkörper. Dabei stellt der Handwerksbetrieb die maximale Durchflussmenge des Heizungswassers am Ventilunterteil entsprechend der Größe des jeweiligen Heizkörpers ein. Je größer ein Heizkörper im Vergleich zu den anderen Heizkörpern im Haus ist, um so größer muss auch die maximale Durchflussmenge des Heizungswassers sein, um seine kalkulierte Heizleistung zu erbringen. Soweit zur Vorrede.

In den kalten Monaten musste ich feststellen, dass die einzelnen Zimmer bei voll aufgedrehten Thermostaten ungleich warm wurden. Das habe ich korrigiert, indem ich an den Ventilen der Heizkörper die maximale Durchflussmenge verändert habe. In den Räumen, die zu warm waren, habe ich die Durchflussmenge schrittweise reduziert und in den kalten Räumen entsprechend erhöht, bis in allen Räumen die Wunschtemperatur erreicht wurde.

3. Einbau von Heizkörperventilatoren zur Steigerung der Konvektion der Heizkörper

Ich hatte im Internet einige Informationen zu Heizkörperventilatoren gesammelt. Das sind kleine Ventilatoren, die in Riegeln von 3, 4 und 5 Ventilatoren verfügbar sind und mit Magneten von unten in den Heizkörpern angebracht werden. Die Drehzahl der Ventilatoren wird über die Vorlauftemperatur geregelt. Je kälter es draußen ist, umso höher ist die Vorlauftemperatur, umso höher die Drehzahl der Ventilatoren. 

Ich habe zunächst einen Raum zu Testzwecken mit Heizkörper-Ventilatoren ausgestattet. Ich konnte nachweisen, dass der mit den Heizkörperventilatoren ausgestattete Raum wärmer wurde als die anderen Räume im Haus. Schrittweise habe ich die meisten Heizkörper im Haus mit den Ventilatoren ausgestattet. Die letzten Ventilatoren habe ich im November 2025 in drei von vier Räumen im Obergeschoss eingebaut. Den Zugewinn an Heizleistung der Heizkörper habe ich durch weitere Absenkung der Vorlauftemperatur der Wärmepumpe ausgeglichen, was die Effizienz weiter gesteigert hat. Das Ventilatorengeräusch wird neben dem Rauschen des Heizungswassers kaum wahrgenommen.

Vergleich der Betriebsergebnisse der ersten beiden Jahre

Für mehr Informationen bitte scrollen bzw. ziehen

Heizperiode
Wärmemenge 1)
Stromverbrauch 2)
∅ Temperatur 3)
JAZ 4)
Kosten 5)
04/24 – 03/25
17.140 kWh
3.961 kWh
6,8 Grad
4,33
1.230 €
04/25 – 03/26
15.300 kWh
3.185 kWh
7,7 Grad
4,80
1.020 €
Übersicht Betriebsergebnisse der Wärmepumpe aus zwei Jahren

1) Wärmemenge für Heizung und Warmwasser 2) Etwa 70 % Netzstrom und 30 % PV-Strom (PV-Anlage 15,4 kWp, ohne Akku) 3) Durchschnittstemperatur in den Monaten April, Okt., Nov., Dez., Jan., Feb., März 4) Die Jahresarbeitszahl berechnet sich aus Wärmemenge / Stromverbrauch 5) Preis Netzstrom = 0,32 € / kWh ohne Berücksichtigung PV-Strom-Anteil

Zieltemperatur in den Wohnräumen: 20,5 – 21,0 Grad

Fazit

  • Ich würde immer wieder eine Luft-Wasser Wärmepumpe in einen Altbau mit Heizkörpern einbauen.
  • Extrem wichtig ist eine gute Planung der Wärmepumpe mit raumweiser Wärmebedarfsrechnung individuell für das Haus.
  • Wenn man eine gute Effizienz anstrebt, ist meistens die Vergrößerung von Heizkörpern bei Einbau der Wärmepumpe erforderlich.
  • Die Optimierung der Effizienz der Wärmepumpe im Betrieb durch Anpassung des hydraulischen Abgleichs, die größtmögliche Absenkung der Heizkurve und der Einsatz von Heizkörperventilatoren kann aus meiner Sicht nur vom Bauherrn selbst in kleinen Optimierungsschritten erfolgen. Der Handwerksbetrieb kann diese Arbeit bezahlbar kaum leisten.
  • Mit einer Wärmepumpe ist man sehr viel unabhängiger von globalen Krisen und Preissprüngen bei fossilen Brennstoffen. Zudem emittiert man mit einer Wärmepumpe signifikant weniger CO2 im Vergleich zu einer fossilen Heizung.
  • Die Betriebskosten im Vergleich zu einer modernen Gas-Brennwerttherme sind signifikant niedriger:
    • Kosten Gas 18.000 kWh: 2.156 €
    • Kosten Gas 16.000 kWh: 1.937 €
    • Preise Check24 am 24.3.26:Arbeitspreis 10,78Ct./kWh, Grundpreis/Monat: 17,67 €

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Minh Duc Nguyen

Über den Autor

Minh Duc Nguyen

Minh Duc Nguyen ist seit 2020 Teil der co2online-Redaktion. Er ist besonders vertraut mit dem Thema Heizung im Allgemeinen, sowie Fernwärme und Wärmepumpe im Besonderen. Darüber hinaus gehört der Bereich staatliche Fördermittel für Wohngebäude zu seiner Expertise.

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